Thomas Mann. Betrachtungen eines Unpolitischen (1918)

Thomas Mann (1875-1955)

Die Rede ist von den „Betrachtungen eines Unpolitischen“. Ihre Niederschrift beschäftigte Thomas Mann zwischen 1915 und 1918, ohne dass er zu Beginn schon klar gesehen hätte, wohin das Unternehmen ihn führte.

Es ist ein Monstrum von einem Buch geworden: über 600 Seiten lang, ohne Aufbau und Komposition, voller Polemik, aber auch voller Selbstzweifel. Der Autor selbst sprach von dem „künstlerisch heillosen Gedankentumult“, der in dem Buch walte.

Vierzehn Jahre zuvor waren Thomas Manns „Buddenbrooks“ erschienen, und der Verfasser war berühmt geworden. Vielen Lesern erschien er als neuer Nationaldichter, und der junge Autor bereitete sich vor, diese Rolle auszufüllen.

Als 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach, stellte er sich, insgeheim glücklich darüber, ausgemustert worden zu sein, in die grosse Schar begeisterter deutscher Patrioten. In der Schrift, „Gedanken im Kriege“ bezog Thomas Mann erstmals Stellung und griff in den Propagandakrieg ein, den französische und deutsche Schriftsteller entfesselt hatten.

Betrachtungen eines Unpolitischen
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