Max Scheler. Der Fomalismus in der Ethik und die materiale Wertethik (1916)

Max Scheler (1874-1928)

“In einer demnächst erscheinenden größeren Arbeit will ich versuchen eine materiale Wertethik auf der breitesten Basis phänomenologischer Erfahrung zu entwickeln. gegen ein solches Unternehmen erhebt die noch in der Gegenwart weithin in Geltung stehende Ethik Kants Einspruch. Da ich in jener Arbeit die Ansichten anderer Philosophen keiner Kritik unterwerfen will, sondern nur so weit ihre Lehren heranziehen möchte, als sie geeignet sind, die eigenen positiven Sätze zu erleuchten, so möchte ich an dieser Stelle durch eine Kritik des Formalismus in der Ethik überhaupt und insbesondere der von Kant für ihn angeführten Argumente mir gleichsam für jene positive Arbeit freie Bahn schaffen. In letzter Linie gilt in der Philosophie das Wort Spinozas: die Wahrheit ist das Kennzeichen ihrer selbst und des Falschen. Darum werde ich schon in dieser Arbeit jene Kritik nur in der Form leisten können, daß ich die Irrigkeit der Kantischen Voraussetzungen dadurch aufweise, daß ich an ihre Stelle die richtigen zu setzen suche” (Scheler).

Der Formalismus in der Ethik
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